Laser Gravierer – der Einzug der digitalen Welt in die Werkstatt

Nach der CNC Fräse hat ein weiteres Element Einzug in meine Werkstatt genommen. Ich nutze für mein Logo einen Brandstempel um diese auf meine Werkstücke zu platzieren. Das funktioniert bei grossen Möbeln auch sehr gut. Leider war der Stempel für gewisse Arbeiten zu gross und die Ergebnisse hängen immer vom Druck und dem verwendeten Holz ab. Da ich gerne auch ein kleineres Logo brennen wollte, mir aber der Brennstempel zu unflexibel war, kam die Überlegung für einen Laser Gravierer.

Ich kann nur eins sagen, Wahnsinn was das kleine Teil abliefert. Er ist schnell eingerichtet, lässt sich über den PC oder direkt aus einer Handy-App bedienen. Die Arbeitsfläche ist maximal 110 x 100 mm gross und bietet damit die Möglichkeit von klein bis gross zu gravieren. Es geht so gut, dass auch kleinste Logos in der Grösse von 15 x 10 mm noch scharf zu erkennen sind. Die Möglichkeiten auch hier wieder unbegrenzt. Beim den ersten Versuchen hat sich gezeigt, dass ein gut eingestellter Fokus (Brennpunkt) sehr wichtig ist. Wer also unterschiedlich dicke Hölzer gravieren (brennen) möchte, benötigt was zum Unterlegen, damit die optimale Brennhöhe einzustellen ist. Da ich auch immer wieder wiederholende Gravuren ereldigen möchte und es doch etwas dauert die Teile sauber unter dem Laser auszurichten kam mir die Idee für einen Anschlag – einmal eingestellt ist somit wiederholgenaues Arbeiten möglich.

Jetzt zu meiner Laserstation. Ich habe eine Grundplatte mit seitlichen Führungen gebaut, in der sich durch Unterlegen diverser Abstandhalter die Höhe sehr gut ausrichten lässt. Es kommt nicht wirklich auf den mm an, aber je genauer umso besser und feiner sind die Ergebnisse. Den Anschlag lasse ich auf einer kleinen Aluführung gleiten und kann bei Bedarf entfernt werden. In Kürze kommt noch ein zusätzliches farbiges Plexiglas (aus der Restekiste) dazu, um noch mehr Schutz gegen das Laserlicht zu bieten. Die mitgelieferte Brille ist ausreichend, jedoch hat man nach einer gewissen tragezeit einen Gelbeffekt vor den Augen. So kann ich auch ohne Brille auf den Strahl schauen, ohne die Augen zu gefährden.

Der Laser hat nur eine Leistung von 2,5 W und könnte auch schneiden. Dafür braucht es aber sehr dünne Materialien und wer mehr schneidet als graviert sollte zu 20 W und mehr tendieren. Zum Gravieren reicht die Leistung völlig. Er kann neben Karton, Holz auch Leder gravieren. Die Ergebnisse sind unten in den Bildern zu sehen.